Einpressmaschine für die Verarbeitung von Einpresselementen
Bedienergeführte Montage von Einpressmuttern und Einpressbolzen
A220-CP ist eine Einpressmaschine zur Verarbeitung von Einpressmuttern, Einpressbolzen und anderen Einpresselementen.
Als stationärer Handarbeitsplatz ist diese C-Bügel-Presse für Produktionsprozesse geeignet, bei denen ein Bediener erforderlich ist. Die Einpressmaschine ist ideal für kleinere Stückzahlen und die Produktion einzelner Werkstücke. Die Zuführung der Einpresselemente kann entweder über ein Zuführsystem oder von Hand erfolgen.
Der Aufbau des Einpresssystems entspricht dem des A240-CP-Roboterarbeitsplatzes. Der Unterschied besteht darin, dass das Blechbauteil, das bearbeitet werden soll, vom Werker aufgelegt und nicht vom Roboter getragen wird.
Verarbeitung: Einpressmuttern, Nietmuttern, selbststanzende Muttern, Einpressbolzen, Stanzbolzen, Nietbolzen
Gewindegröße der Einpresselemente: M5, M6, M8, M10, M12
Arbeitsrichtung: von oben nach unten
Ausführungen
Handarbeitsplätze für verschiedene Verbindungselemente
Handarbeitsplatz A220-Spin-Pull für Einpressmuttern / Nietmuttern in geschlossenen Profilen
Mithilfe des patentierten Spin-Pull-Verfahrens ist das automatische Setzen von Einpress- und Nietmuttern bei einseitigen Fügepositionen möglich. Bei dickeren Blechen kann die Einpress- bzw. Nietmutter mit einer Scheibe oder einem Abstandshalter kombiniert werden. Das zu bearbeitende Blechprofil wird vom Werker eingelegt und die Setzeinheit zum Bauteil geführt.
Handarbeitsplatz A220-BI für Blindnietmuttern und Blindnietbolzen
Der Setzvorgang erfolgt analog zu A230-BI mobiles Roboterwerkzeug, mit dem Unterschied, dass das zu bearbeitende Blech vom Werker auf die Setzeinheit aufgelegt wird und nicht die gesamte Setzeinheit zum Bauteil bewegt wird.
Handarbeitsplatz A220-NMS für Mutter-Scheiben-Kombination
Die Mutter-Scheiben-Kombination stellt eine hochfeste strukturelle Verbindung dar. Mithilfe dieser Einpressanlage können Einpressmuttern/Nietmuttern in Kombination mit zusätzlichen Unterlegscheiben in einem einzigen Schritt gesetzt werden. Der Bediener legt das Bauteil auf die eingelegte Scheibe auf. Durch einen Krafthub werden die Einpressmutter und die Scheibe mit dem Bauteil verbunden.
Vorteile der Einpressmaschine
- Prozesssichere Verarbeitung von Einpresselementen
- Parallel Drive Antrieb (patentiert) für effiziente Werkzeugbewegungen und geringen Verschleiß
- Geringer Druckluftverbrauch und aktiver Werkzeugschutz
- Aktiver Toleranzausgleich (patentiert)
- Zuführsystem und Steuerung befinden sich außerhalb des Gefahrenbereichs
- Integriertes Wegmesssystem mit aktiver Vorprüfung vor der Auslösung des Krafthubs
- Prozessüberwachung mit Kraft-Weg-Auswertung
Funktionsweise
In der Startposition befinden sich alle Maschinenkomponenten in Grundstellung. Das Einpresselement wird entweder vom Zuführsystem zugestellt oder vom Bediener in die Aufnahme eingelegt. Anschließend positioniert der Bediener das Bauteil mit beiden Händen lagerichtig und hält es bei Aktivierung über den Fußtaster gegebenenfalls fest.
Im Automatikbetrieb wird der Verpressvorgang über die Zweihandbetätigung oder den Fußtaster gestartet und anschließend automatisch ausgeführt. Dabei fährt der Zustellstab mit gedrosselter Geschwindigkeit auf das Bauteil zu.
Die Taster der Zweihandbetätigung müssen während des gesamten Setzvorgangs durchgehend gedrückt bleiben. Wird einer der Taster losgelassen, bleibt der Zustellstab stehen. Bei Aktivierung über die Fußbetätigung muss das Bauteil vor und während des Verpressvorgangs mit beiden Händen gehalten werden. Erst nach abgeschlossenem Setzvorgang darf der Fußtaster losgelassen werden.
Nachdem das Verbindungselement verpresst wurde, fährt der Zustellstab in seine Grundstellung zurück. Sind alle Verbindungselemente gesetzt, entnimmt der Werker das Bauteil.
Automatikbetrieb
Das Einpressen der Verbindungselemente erfolgt im Automatikbetrieb. Erst wenn die entsprechenden Freigabesignale an die Einpressanlage übermittelt wurden, werden Bewegungen ausgelöst.
Handbetrieb
Im Handbetrieb können Einstellungen an der Einpressmaschine vorgenommen werden. In dieser Betriebsart lassen sich die einzelnen Bewegungen aktivieren.
Prozesssicherheit
Die Einpressmaschine wird so positioniert, dass der Bediener alle Bedienelemente einfach und sicher erreichen kann. Dadurch werden gefährliche Situationen vermieden. Die Zweihandauslösung befindet sich etwa 50 cm von der Gefahrenstelle entfernt.
Komponenten
Not-Halt (1)
In gefährlichen Situationen wird der Not-Halt-Schalter betätigt. Dadurch werden das Einpresssystem und alle Maschinenbewegungen sofort außer Betrieb gesetzt.
Zweihandbetätigung (2)
Der Verpressvorgang wird über die Zweihandbetätigung gestartet. Hierzu müssen beide Taster gleichzeitig gedrückt und gehalten werden.
Fußbetätigung (alternativ) (3)
Der Verpressvorgang wird durch Betätigen des Fußtasters gestartet. Nach Abschluss des Vorgangs wird die Fußbetätigung losgelassen.
Pneumatische Wartungseinheit (4)
Die pneumatische Wartungseinheit (hier verdeckt) überprüft, wartet und regelt die eingehende Druckluft. Über den Druckregler kann der eingehende Druck angepasst und bei Bedarf abgesperrt werden.
Schaltschrank (5)
Der Schaltschrank beinhaltet die elektrischen und pneumatischen Steuerelemente. Das Einpresssystem wird über einen Hauptschalter am Schaltschrank ein- und ausgeschaltet.
Steuerungsmodul (6)
Die Einpressanlage wird über das Steuerungsmodul bedient. Das Bedienpanel kann seitlich am C-Bügel der Presse, an der Montagezelle oder am Zuführsystem befestigt werden. Über die Software des Steuerungsmoduls ist zudem eine Prozessauswertung möglich. Dabei wird eine Kraft-Weg-Kurve des gesamten Setzprozesses erfasst und ausgewertet.
Siehe A240-CP Roboterarbeitsplatz für die zentralen Komponenten der Einpressmaschine.
Verbindungen
- Stromversorgung: Anschluss am Schaltschrank
- Druckluftversorgung: Anschluss an der Wartungseinheit
- Signalverbindung: Setzeinheit zur Zweihandbetätigung
- Signalverbindung: Zuführsystem und Einpressanlage
- Schussschlauch vom Zuführsystem zur Einpressanlage
- Spannungsversorgung des Zuführsystems
- Druckluftversorgung des Zuführsystems
Technische Daten
Betriebsdruck: 6 bar
Steuerspannung: 24V/4A
Setzhub max.: 14 mm
Setzkraft max. (Ausführung Standard / Stark): 80 kN / 150 kN
Öffnungsweite/Zustellhub: 150 mm, 200 mm, 250 mm
Rachentiefe/Ausladung: 250 mm, 350 mm, 450 mm, 600 mm, 750 mm
Effektive Leitungslänge von Einpressmaschine zu Zuführsystem: 5 m (Standard)
Schallemission: ca. 78 dB(A)
Schnittstellenanbindung: Profinet (Standard), Profibus, EtherNet/IP, DeviceNet
Abmessungen (L x B x H)
Werte gelten für eine Arbeitshöhe von 1000 mm
Ausführung 80 kN bzw. 150 kN: Von 1100 x 400 x 1800 mm bis 1500 x 650 x 1900 mm
Gewicht
Ausführung 80 kN: Von 530 kg bis 1220 kg
Ausführung 150 kN: Von 780 kg bis 1950 kg
Siehe A240-CP Roboterarbeitsplatz für weitere Details.
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